Hausgemachte Tellersülze mit Ei, Schinkenwurst und Essiggurken

Sülze selber machen

Die meisten kennen Sülze nur vom Metzger

Sülze gehört zu den Gerichten, die viele mit ihrer Kindheit verbinden.

Trotzdem trauen sich die wenigsten, sie selbst zuzubereiten.

Dabei braucht es weder künstliche Gelatine noch komplizierte Zutaten.

Mit etwas Zeit, guten Zutaten und Geduld entsteht eine hausgemachte Sülze, die geschmacklich mit jeder Metzgerei mithalten kann.

Warum unsere Sülze ohne Gelatine auskommt

Der größte Unterschied zu vielen modernen Rezepten:

Wir verwenden keine zusätzliche Gelatine.

Die natürliche Gelierkraft stammt ausschließlich aus Schweinefüßen und Schwarten.

Durch den Essig löst sich das Kollagen besonders gut aus dem Bindegewebe und sorgt später für die typische Konsistenz der Sülze.

Die Basis: Schweinefüße und Schwarten

Für unsere Sülze verwenden wir Schweinefüße, Schweinehaut und Schwarten.

Zunächst werden die Zutaten einmal in Wasser aufgekocht.

Dieses Wasser wird anschließend entsorgt, um Blutreste und Verunreinigungen zu entfernen.

Danach beginnt die eigentliche Zubereitung.

Die Gewürze machen den Unterschied

Der neue Fond wird mit Apfelessig angesetzt.

Alternativ kann auch ein anderer Essig verwendet werden.

Hinzu kommen:

• Lorbeerblätter
• Wacholderbeeren
• Ganze Zwiebeln mit Schale
• Ganze Knoblauchzehen mit Schale

Anschließend wird die Brühe einmal kräftig aufgekocht.

Danach darf sie mit geschlossenem Deckel die ganze Nacht ohne weitere Hitze ziehen.

Der Fond wird zur Sülze

Am nächsten Tag werden Schweinefüße und Schwarten entfernt.

Der Fond wird nun reduziert und abgeschmeckt.

Zum Einsatz kommen:

• Green Spice
• Essig
• Eine Prise Salz
• Eine kleine Menge Zucker

Gerade der Zucker rundet die Säure ab und sorgt dafür, dass die Aromen harmonischer wirken, ohne dass die Sülze süß schmeckt.

Der Trick mit dem Geschirrtuch

Anschließend wird die Flüssigkeit durch ein Sieb gegossen, das zusätzlich mit einem Geschirrtuch ausgelegt wird.

Dadurch wird die Brühe besonders klar.

Nach dem Abkühlen im Kühlschrank beginnt die natürliche Gelatine ihre Arbeit.

Die Sülze wird fest – ganz ohne Pulver.

So entsteht die klassische Tellersülze

Für die Tellersülze werden Essiggurken in feine Streifen geschnitten.

Hinzu kommen:

• Schinkenwurst
• Eier
• Petersilienblätter
• Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Die warme Brühe wird darüber gegossen.

Danach wandern die Teller erneut in den Kühlschrank.

Nach einigen Stunden ist die Sülze servierbereit.

Das komplette Video zur Sülze

Wenn du die einzelnen Schritte lieber sehen möchtest, findest du hier die vollständige Zubereitung im Video.

Häufige Fragen zur Sülze

Brauche ich Gelatine?

Nein. Schweinefüße und Schwarten enthalten genügend natürliches Kollagen.

Warum kommt Essig hinein?

Essig unterstützt die Lösung des Kollagens und gibt der Sülze ihre typische Frische.

Kann man Sülze einfrieren?

Ja. Ein großer Teil unserer Sülze wird portionsweise eingefroren.

Warum Zucker?

Eine kleine Menge Zucker balanciert die Säure aus und sorgt für einen runderen Geschmack.

 

Fazit: Alte Rezepte verdienen eine zweite Chance

Sülze ist kein Relikt vergangener Zeiten.

Sie zeigt, wie aus einfachen Zutaten mit Geduld und Wissen etwas Besonderes entstehen kann.

Wer sich einmal die Zeit nimmt, eine echte hausgemachte Sülze zuzubereiten, wird verstehen, warum dieses traditionelle Gericht Generationen begeistert hat.


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